Texte

Bis in die Ewigkeit
Strophe 1

Jetzt sind wir da,
euer Traum wird endlich wahr.
Wir bringen euch um den Verstand.
So soll es sein.
Die Jungs mit Heiligenschein.
Wir sind im ganzen Land bekannt.

Strophe 2

Macht euch bereit,
Hardin Deer für alle Zeit.
Wir spielen das, was uns gefällt.
Fast wie teuflische Magie,
der Bass und die Melodie,
Riffs wie nicht von dieser Welt.

Strophe 3

Es kommt die Revolution,
Herrscher des Deutschrockthron.
Wir sind die Geilsten weit und breit.
So zeugen wir
vom Mythos von Hardin Deer.
Bis in die Ewigkeit.

Zusammen
Strophe 1

Nach unserer ersten Show, da fing es mit euch an.
Immer eine Einheit, egal ob Frau, ob Mann.
Bei all unseren Liedern, singt ihr lauthals mit.
Zusammen Richtung Spitze, geht es Schritt um Schritt.

Strophe 2

Ihr lasst es mit uns krachen, in Hallen und in Zelten.
Zwischen euch und anderen, ja da liegen Welten.
In allem ungeschlagen, ob rocken, feiern, saufen.
So sind unsere Fans, ein echt genialer Haufen.

Refrain

Wir sind füreinander da, komme was auch wolle.
Ob gut, ob schlecht, ob hart, ob leicht, das spielt keine Rolle.
Wir stehen zueinander, denn darum sind wir hier.
Zusammen, zusammen, die Fans und Hard In Deer.

Strophe 3

Leugnen ist hier zwecklos, uns kann keiner stoppen.
Ob Theke oder Bühne, von niemandem zu toppen.
Zum Schluss bleibt nur zu sagen, wir danken euch von Herzen.
Und nochmal zusammen, bis die Kehlen schmerzen.

Wenn ich morgen sterben wurd
Strophe 1

Was würdest du heute ändern? Und ähnlich blöde Fragen.
Bekommt man viel zu oft gestellt. Es ist nicht zu ertragen.
Was soll man da schon sagen? Frag ich mich jedes Mal.
Ich bin hier und heute am Leben. Alles andere. Ist egal.

Refrain

Und wenn ich morgen sterben würd, wär ich heute wo ich bin.
Ich lebe, wie es mein Herz mir sagt. Nur das allein macht Sinn.
Und wenn ich morgen sterben würd, wär ich heute genau hier.
Ohne Reue auf mein Leben. Erhebe ich mein Bier.

Strophe 2

Ja es gibt ja auch Momente, die laufen aus der Bahn.
So manche gute Chance auf Glück, hat man sehr schnell vertan.
Doch all das gehört zum Leben, und man lernt daraus.
Wenn ne Tür geschlossen wird, geht meist ein Fenster auf.

Strophe 3

So ist nun mal das Leben. Man ist seines Glückes Schmied.
Ich geh meinen Weg mit Stolz. Als Held und auch als Dieb.
Ich lass mich nicht bequatschen. Scheiss drauf, was wäre wenn.
Probleme hat doch jeder. Hört endlich auf zu flehen.

Mein Freund
Strophe 1

Im Sandkasten gespielt, auf dem Pausenhof gelacht.
Freunde seit ich denken konnte, selten nur verkraft.
Wir sind zusammen aufgewachsen, erlebten viel zum ersten Mal.
Der erste Rausch, die erste Schlägerei sorgten ständig für einen Skandal.

Strophe 2

So wurden wir erwachsen und ruhiger mit der Zeit.
Verplanten unsere Rente, fürs Alter schon bereit.
Doch dann kam eine Nachricht, ich konnte es nicht verstehen.
Ich werde dich, mein Freund, hier unten nie mehr sehen.

Refrain

Doch, mein Freund, sei dir gewiss, wir sehen uns schon wieder.
In jedem Glas und jedem Traum, beim Singen unserer Lieder.
So geh ich meinen Weg, solange mich Gott lässt.
Und wenn er mich dann zu sich holt, feiern wir, feiern wir, ein Fest.

Strophe 3

Du hast uns verlassen, warum nur, frag ich dich?
Die Welt ist eine andere und du lässt uns hier im Stich.
Zurück bleiben Fragen, Antworten gibt es nicht.
Ich hoffe nur, dass du sehen kannst, wie mein Herz, wie mein Herz zerbricht.

Arbeitssklave
Strophe 1

Klaus ist Werkarbeiter, er sitzt dort am Band.
Die aussichtslose Lage, hat er schon längst erkannt.
Er fristet seine Schichten und tut was man ihm sagt.
Er hätte zwar viele Gründe, doch hat noch nie geklagt.

Refrain

Ein Sklave so wie er, macht weiter jeden Tag.
Als Proll ist er geboren, nicht frei, nicht stolz, nicht stark.
Ganz unten auf der Leiter, hat er es immer schwer.
Ein Blick auf die Gesellschaft zeigt, das Leben ist nicht fair, ist nicht fair.

Strophe 2

Ralf ist Bauarbeiter, schleppt Steine Kiloweis.
Früh schon aus der Schule, sein Kreuz zahlt jetzt den Preis.
Sein Körper geht zugrunde, er merkt es lange schon.
Doch ändern kann er nichts, er braucht das bisschen Lohn.

Strophe 3

Paul ist Bergarbeiter, er gräbt Tag ein Tag aus.
Seit Jahren unter Tage, es führt kein Weg hinaus.
Die Lunge ist verstaubt, sein Blut ist voller Blei.
Doch trotz des vielen Geldes, ist’s bald mit ihm vorbei.

Wochenende
Strophe 1

Die Woche lang geschuftet, man hält es kaum noch aus.
Die Scheiße ist in den Spind gesteckt und jetzt ab nach Haus‘.
Mit 120 Sachen, den Hasen fast erwischt.
Beim Fahren in Gedanken, ein Bierchen weggezischt.
Zu Hause angekommen, die Kumpels klar gemacht.
Der Freitag wird wieder mal total im Rausch verbracht.
Die ausgemachte Tour soll nichts und niemand stören.
Von der Arbeit will man paar Tage nichts mehr hören.

Refrain

Ab heute/ Seit gestern/ Bald schon ist Wochenende, ab heute geht’s ans Glas.
Ab heute/ Seit gestern/ Bald schon wird gefeiert, ab heute haben wir Spaß.
Woooo ooooh. Woooo ooooh.
Woooo ooooh. Woooo ooooh.

Strophe 2

Die Party ist im Gange, Enthaltsamkeit Tabu.
Bei Nutten, Bier und Schnaps vergeht die Zeit im Nu.
Ja selbst nach Mitternacht, steigt immer noch der Pegel.
Denn ausgeruht wird Montag. Das ist die goldene Regel.
Um 6 Uhr in der früh dann die Sauerei.
Beim elften Schnaps gekotzt, die Party ist vorbei.
Es wird Zeit fürs Bett. Als Frühstück Doppelkorn.
So vergeht der Kater und es geht los von vorn.

Strophe 3

Der Spaß er ist vorbei. Die Gläser sind längst leer.
Die Tage sind verloren, ohne Wiederkehr.
Das Ende fällt oft schwer. Nur verzaget nicht.
Es ist zwar Sonntagabend doch hinterm Tunnel ist schon Licht.

Ist es Gott
Strophe 1

Ist es Gott, wenn Kinder nicht erwachsen werden.
Sieht er zu, wenn sie qualvoll an Hunger sterben.
Ist es Gott, wenn sie statt dem Soldaten sind.
Sieht er zu, wenn Krieg ihnen die Freiheit nimmt.

Refrain

Es ist nicht Gott. Bild dir nichts ein.
Der Mensch zerstört und hasst allein.
Gott sieht nicht zu. Er ist nicht hier.
Das Böse steckt in dir und mir.

Strophe 2

Ist es Gott, wenn es vom Himmel Feuer regnet.
Sieht er zu, wenn Ihnen Leid und Tod begegnet.
Ist es Gott, wenn in den Straßen Leichen liegen.
Sieht er zu, wenn Bomber über Städte fliegen.

Strophe 3

Ist es Gott, wenn das Grauen Alltag wird.
Sieht er zu, wenn Zuneigung nur noch verwirrt.
Ist es Gott, wenn all das leider Wahrheit ist.
Sieht er nur zu, oder ist der Schuld am Mist.

Genug
Strophe 1

Die Tage lang, die Biere schal,
der Schmerz im Kopf ist eine Qual.
Du siehst dich an, schreckst nicht zurück,
Hochprozentiges im Blick.

Refrain

Wann hörst du auf, wann ist‘s genug,
öffnest die Flasche, nimmst ‘nen Zug.
Vernunft egal, du schießt dich weg,
und ziehst dein Leben in den Dreck.

Strophe 2

Die Frau ist fort, die Kinder auch,
kippst dir fünf Halbe in den Bauch.
Tagein Tagaus das gleiche Spiel,
ohne Sinn und ohne Ziel.

Strophe 3

Was du hier tust, wer solls versteh‘n,
so kanns nicht ewig weitergeh‘n.
Du tötest dich mit jedem Glas,
und es macht dir auch noch Spaß.

Zweites Zuhaus
Strophe 1

Seit Wochen auf der Arbeit, läuft es nicht mehr glatt,
Die Kollegen lästern, dein Chef er mahnt dich ab.
Was hab‘ ich nur getan, denkst du dir jeden Tag,
wenn sich hier nichts ändert, gehst du bald ins Grab.

Refrain

So gehst du in die Kneipe, dein zweites Zuhaus‘,
beim Saufen mit den Freunden, macht dir das gar nichts aus.
So gehst du in die Kneipe, dein zweites Zuhaus‘,
so spielt nun mal das Leben, mach dir doch nichts daraus.

Strophe 2

Auch die Frau zuhause schnauzt dich auf einmal an,
du wärst nicht mehr gut genug, sie hätt‘ ‘nen andern Mann.
Dein Herz es macht ‘nen Sprung, du spürst kalten Verrat,
wenn sich hier nichts ändert, gehst du bald ins Grab.

Strophe 3

Dein Vermieter schreibt dir, ein Brief flattert ins Haus,
er kündigt deine Wohnung und schmeißt dich damit raus.
Es geht wohl kaum noch schlimmer, das Leben fickt dich hart,
wenn sich hier nichts ändert, gehst du bald ins Grab.

Unser Name eine Band
Strophe 1

In den Kneipen unsrer Heimat, da ham‘ wir uns getroffen,
ohne Ziel und ohne Plan, die Zeit im Glas ersoffen.
Wir waren jung, wir waren frei und wir hatten unsern Spaß,
Probleme interessierten nicht, nur das nächste Glas.

Strophe 2

Doch ein paar Jahre später, auf einem Punkrock-Gig,
da kam uns die Idee, wir hatten es im Blick.
Wir gründen eine Band und spielen Rock’n’Roll,
doch was dabei nicht fehlen darf: Suff und Alkohol.

Refrain

Hardin Deer, Hardin Deer, unser Name eine Band.
Hardin Deer, Hardin Deer, bis uns jeder kennt.
Hardin Deer, Hardin Deer, unser Name eine Band.
Hardin Deer, Hardin Deer, ja so sind wir.

Strophe 3

Unser Credo lautet: Trinken, Feiern, Rocken,
vier Kumpels auf der Bühne, die Kehle niemals trocken.
Wir suchten unsern Namen, bei einem Kasten Bier,
so kam es, wies gekommen ist: Wir sind Hardin Deer.

DNM
Strophe 1

Seit 1984 hat sich nicht viel getan,
der nette Mann von damals wohnt noch neben.
Ob Internet, ob Zeitung, in jedem Bericht,
nur Kranke und Perverse, kein Ende ist in Sicht.

Refrain

So ist der nette Mann von neben, ungezügelt wild,
er ist hier und überall, sogar im Spiegelbild.

Strophe 2

In Indien sind es Männer, die sich zusammenrotten,
um klein Lalita Gubda, gemeinsam durchzupoppen.
Bei uns ist ein Priester, der zahlt dafür viel Geld,
dass Messdiener Timmi, seine Schnauze hält.

Strophe 3

Im Vorort baut der Josef einen Keller aus,
sperrt sein eignes Kind dort ein und lässt es nie mehr raus.
Im Darknet sind es Tiere die speisen exquisit,
gut gewürztes Menschenfleisch stillt ihren Appetit.